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"Echte" und "unechte" Porsche

Dieses Thema im Forum "Porsche" wurde erstellt von Ascender, 6 Juli 2015.

  1. Ascender

    Ascender Mitarbeiter Herrenfahrer

    http://ps.welt.de/2014/03/21/1000-falsche-porsches/

    Ich muss gestehen, dass ich mich selbst an einigen Stellen entdeckt habe. Ansonsten ist es natürlich eine Sache von "Was will ich für ein Auto fahren und was muss es können."
    Dabei kann ich natürlich auch das Low-Budget-Segment sehr gut verstehen, denn diese Autos fahre ich primär.

    Ich sage ja gerne: "Fahren und fahren lassen."

    Aber auch ich schimpfe gerne mal über die ganzen Cayennes und Macans in unserer Nachbarschaft, vor der Schule und vor dem Kindergarten (eine etwas besser situierte Wohngegend).
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Juli 2015
  2. gp66

    gp66 Administrator Mitarbeiter Herrenfahrer

    Ich finde den Artikel sehr gelungen und auch einige Leserkommentare darunter.

    Gruß Gerd
     
  3. Eins

    Eins Herrenfahrer

    "Kunden und Hersteller haben sich gegenseitig verdient." :)

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    mimi und Ascender gefällt das.
  4. Digger58

    Digger58 Administrator Mitarbeiter MOD Herrenfahrer e89

    Das der 924 ein Frauenauto war, kann ich bestätigen.
    Meine Ma hatte erst einen roten dann einen braunen 924. Den Braunen hat mein jüngerer Bruder übernommen und lange gefahren
    bis er, der Porsche, sein Ende an einer Leitplanke fand :(

    Mein aktuelles Traumauto ist übrigens ein blauer Porsche Targa 4 :)
    Warum ? Als Kind hatte ich einen Porsche Targa von Corgi Toys, mit dem ich über den Teppich gedüst bin :D
    http://www.toymart.com/Corgi-382-Porsche-Targa-911s/13826
     
    Willy gefällt das.
  5. Ascender

    Ascender Mitarbeiter Herrenfahrer

    Aber nur weil er hier in Deutschland als solcher verschrien und verkannt wurde. Ich bin ebenfalls einen 924 und einen 944 (probe-)gefahren. Ich fand beide Autos vom Fahrgefühl absolut überzeugend. Das Handling war klasse, und die Gewichtsverteilung perfekt.

    Wenn man diese Fahrzeuge bei Nässe am Limit bewegt, muss man schon richtig auf Zack sein. Dann sind es plötzlich richtige Männerautos. :)

    Ich möchte es auch mit dem Toyota GT86 vergleichen. Solche Autos werden in Deutschland vom Großteil der Leute nicht verstanden. Das selbe Problem hat auch Lotus. Kleine, preisgünstige und vergleichsweise leichte Sportwagen - mit kleinen Motoren - das macht eben am Stammtisch nur als Witz die Runde.
     
  6. Digger58

    Digger58 Administrator Mitarbeiter MOD Herrenfahrer e89

    Meinem Bruder ist bei Eisglätte, auf einer kleinen Straße, das Heck weg gegangen, er war nicht mal besonders schnell. Der Einschlag war nicht heftig, leider wirtschaftlicher Totalschaden am 924, ihm ist nix passiert.

    Ich glaube, ich bin die 924 in unserer Familie nie selbst gefahren, war immer nur Beifahrer :confused:
     
  7. Digger58

    Digger58 Administrator Mitarbeiter MOD Herrenfahrer e89

    Da fällt mir ein, ein Bekannter meiner Mutter, älterer Herr, hat noch einen "unechten" 912 Targa:)

    Ich meine mich zu erinnern, dass er den, mit kapitalen Motorschaden seiner Zeit günstig gekauft hat und dann selbst wieder Instand gesetzt hat.
     
  8. Also ich hatte ja mal 12 Jahre lang diesen Frauenporsche, Bj. 1990 3Liter Hubraum auf 4 Zylinder mit 211 PS türkisblaumetall. Volllender, Klimaautomatik.
    Von der Materialqualität steckt dieser 44er jedes heutige Premiumprodukt absolut in den Sack, damals wurden die Autos von Porsche noch
    von den Ingenieuren gebaut und nicht wie heute von Kaufmann. Das Teil war wie aus einem Guss, satt, steif und robust. Allerdings so fuhr er sich auch im Vergleich zu seinen Nachfolger bei mir (Boxster). Gekauft hatte ich Ihn 1994 da war er gut 3,5 Jahre alt mit 40.000km für 34.000 DM der NP. lag bei diesen Sondermodell bei gut 95.000,-DM , Porsche steckte da voll in der Krise und verkaufte Weltweit soviel Autos wie heute in Deutschland. Verkauft habe ich ihn 2006 mit 105.000km, in der Zeit wurden nur Wartungsarbeiten ausgeführt keine Reparaturen !
    Beim Boxster war nach 18.000km ein Radlager und die Hupe schon im Arsch.

    944-968-928-911 waren damals Sportwagen die komplett von Porsche entwickelt wurden, und sie waren auch einzigartig in der gebotenen Technik.

    Heute sind die meistverkauften Autos von Porsche verfettete SUV die von Kaufleuten in Auftrag gegeben werden, und aus Prestige gründen gefahren werden.

    Der 944 fährt jetzt in Bayern rum und macht sein jetzigen Besitzer immer noch viel Freude.



    944S2.jpg
     
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  9. Eins

    Eins Herrenfahrer

    Ich verstehe das sowieso nicht. Alle (selbsternannten) Experten faseln immer von ausgewogener Gewichtsverteilung, Transaxle-Design usw. Und die Autos, die genau so konstruiert wurden, sind dann "Hausfrauen"-Porsche? :confused:

    Der 911er (der usprüngliche, nicht die neuen Spiegeleierporsche) ist eine Design-Ikone, ein Mythos.

    Aber der 928-944-968 war ja von vorneherein anders konzipiert. Als Transaxle konnte er nicht aussehen wie ein 911er. Und in den 911er bekommst Du nichts anderes als einen Heckmotor hinein.

    Der 928-944-968 ist eigentlich das perfekte Sportauto: schnell, komfortabel, langstreckentauglich und mit Kofferraum. :daumen"

    Keine Ahnung, warum die Welt ihn nicht gemocht hat...

    1
     
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  10. Digger58

    Digger58 Administrator Mitarbeiter MOD Herrenfahrer e89

    Abgemeldeter 968 (3L, 4Zyl. 240PS) eines Kollegen von mir.


    IMG_2762.jpg IMG_2763.jpg
     
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  11. gp66

    gp66 Administrator Mitarbeiter Herrenfahrer

    Um es mal auf den Punkt zu bringen. Der 911er hat eigentlich das schlechteste Fahrzeugkonzept was man hätte wählen können.

    Es ist sehr beachtlich das die Porsche Ingenieure im Laufe der Zeit daraus ein fahrbares Auto gemacht haben.

    Aber auch heute noch hat Porsche Konzeptbedingt mit dem 911er Probleme in den aktuellen Rennserien. Die Reifenhersteller haben zum Teil keine mehr Lust extra Reifen für Porsche zu entwickeln, damit die Autos funktionieren. Die absoluten Reifenflüsterer sind die 458er. Ferrari schont die Reifen am meisten - Konzeptbedingt (fast) logisch.

    Gruß Gerd
     
  12. Ascender

    Ascender Mitarbeiter Herrenfahrer

    Das schlechteste Fahrzeugkonzept will ich jetzt so nicht unterstreichen. Man muss beachten wann der 911er auf dem Markt erschienen ist. Die Traktion war äußerst wichtig, da die Reifen nicht wirklich mit denen unserer Zeit vergleichbar waren. Sicherlich hatte das Heckmotorkonzept auch viele Nachteile, keine Frage. Ein Problem etwa war, dass der 911er bei hohen Geschwindigkeiten vorne abhob und quasi unlenkbar war. Das Problem hatte Porsche mit Frontspoilerlippen in den Griff bekommen. Ein anderer Nachteil war natürlich der ungesunde Schwerpunkt. Der 911er bot unheimlich viel Traktion auf der Hinterachse, wenn man damalige Fahrzeuge miteinander vergleicht. Wenn das Heck aber rum kam, dann richtig.

    Die Transaxles haben sich übrigens weltweit sehr gut verkauft. In anderen Ländern waren diese Autos nicht als "Hausfrauenporsche" verschrien. Das Problem gab es nur bei uns. Ein Stückchen weit haben die Transaxles die Firma gerettet.
     
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  13. Liesl

    Liesl Herrenfahrer

    Kleine Ergänzung zur Gewichtsverteilung durch den Heckmotor. Beim Bremsen verschiebt sich dadurch nicht ganz so viel Last auf die Vorderräder wie bei anderen Konzepten. Somit war die Bremsleistung bei den damaligen Reifen deutlich besser als bei den Konkurrenten.
    Soweit ich weiß hat Porsche eine Zeit lang überlegt, ob sie beim 911 den Motor vor die Hinterachse und das Getriebe hinter die Hinterachse legen sollten, wie beim Cayman bzw. Boxster eben. Ich vermute , das ist wegen des Mythos bis jetzt nicht geschehen. Ansonsten hätte Porsche nur Vorteile davon im Rennsport.
     
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  14. gp66

    gp66 Administrator Mitarbeiter Herrenfahrer

    Hallo Ascender,

    ich will das mal gerade präzisieren was ich geschrieben habe. Bei meinem gedanklichen Konzeptvergleich kommt kein VAG Auto vor was einen quer eingebauten Frontmotor weit vor der Vorderachse hat - das wäre dann immer das schlechteste Fahrzeugkonzept.

    Ich meine einen Mittelmotor, einen Front-/Mittelmotor (also weit hinter der Vorderachse tief eingebaut) und einen Heckmotor. Der Mittelmotor ist ganz klar das beste Fahrzeugkonzept, an zweiter Stelle folgt der Front-/Mittelmotor und an dritter Stelle der Heckmotor.

    Natürlich muss man auch, wie Du schon geschrieben hast, die Historie betrachten. Aber Porsche hat schon einige Versuche gestartet auf ein anderes Fahrzeugkonzept zu wechseln (siehe die hier diskutierten 928, 944 und 968er Porsche oder auch die Boxster bzw. Cayman). Aber ein Großteil der Käufer (vermutlich vorwiegend die deutschen Käufer) haben diese Versuche abgewertet (Auto muss ja nicht gut fahren die Farbe ist da wichtiger). Zuletzt wurde halböffentlich diskutiert ob man nicht zum 918 auch 914 bzw. 916 Reihe (nur mit Verbrennungsmotor) auflegen sollte. Diese werden dann homologiert und könnten in aktuellen Rennserien dann mit Mittelmotor fahren.

    Wie und ob sich Porsche entschieden hat weiß ich nicht, aber es könnte sein das sie durch BOP beim Heckmotor bleiben können/wollen.

    Gruß Gerd
     
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  15. gp66

    gp66 Administrator Mitarbeiter Herrenfahrer

    Dann wäre es aus meiner Sicht kein Heckmotor mehr sondern ein Heck-/Mittelmotor. Cayman und Boxster haben nach meiner Meinung das deutlich bessere Fahrzeugkonzept.

    Gruß Gerd
     
  16. Liesl

    Liesl Herrenfahrer

    Hmmm, nicht das wir uns jetzt falsch verstehen. Der Boxster und der Cayman haben den Motor direkt vor der Hinterachse sitzen, das Getriebe direkt nach der Hinterachse, also ein transaxle im ursprünglichen Wortsinn. Motor und Getriebe sind durch einen Flansch miteinander verbunden, ohne aussenligende Welle dazwischen. Die Antriebswellen gehen seitlich ab. Beim 911 ist es genau umgekehrt. Natürlich kann man das Boxster-/Cayman-Konzept auch Heck-/Mittelmotor nennen, im Unterschied zur Elise z.B. die beides, Motor und Getriebe vor der Hinterachse hat. Ich habe es allerdings immer so verstanden, dass Cayman/Boxster einen Mittelmotor haben.

    Grüße,
    Uwe
     
  17. Liesl

    Liesl Herrenfahrer

    Ach und was die Beurteilung angeht, liegen wir wieder auf einer Linie. Das Mittelmotor-Konzept halte ich auch für besser. Es erlaubt eine ausgewogenere Gewichtsverteilung und es ist von vorherein agiler, da das Gewicht immer nahe an der Hochachse ist. Das Ganze dreht also viel leichter ein. :)
     
  18. Ascender

    Ascender Mitarbeiter Herrenfahrer

    Ich teile da sicherlich auch deine Ansicht, Gerd. Ich halte nach wie vor den Heckmittelmotor als eines der besten Konzepte für einen Sportwagen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Zum einen verteilt sich das Gewicht besser um die Hochachse, zum anderen spart man Gewicht (Weg bis zum Antrieb).

    Ich meine ja nur, dass historisch gesehen der Heckantrieb (also mit Heckmotor) eben doch eine sehr praktikable Zwecklösung war, da die Bereifung damals nicht den Grip darbot, wie dies heutzutage möglich ist. Auch waren die verbreiteten Reifengrößen für Straßenfahrzeuge wesentlich kleiner dimensioniert. Man hatte damals vor allem auch mit Mittelmotor-Fahrzeugen ein großes Problem die Kraft auf die Straße zu bringen, insbesondere aus engen Kurven heraus, und insbesondere bei widrigen Witterungs- und Untergrundbedingungen.

    Das hat schon seine Gründe weshalb Porsche früher mit dem 911er bedeutende Rallye- und Rundkurssiege davongetragen hat. ;)
     
  19. Liesl

    Liesl Herrenfahrer

    Überhaupt bin ich der Meinung, dass der GT4 "DAS" Sportwagenkonzept überhaupt darstellt! Mittelmotor mit Getriebe hinter der Achse. 6 Zylinder Boxer mit Trockensumpfschmierung. Diese Zutaten erlauben es einen fast vibrationsfreien (und somit massearmen) Antrieb sehr tief einzubauen und einen schön tiefen Schwerpunkt zu erreichen. Kein Wunder is datt Dingens so schnell!
     
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  20. Na ja, vibrationsfrei sind die Dinger auch wieder nicht, jedenfalls empfand ich es beim Boxster immer so.
    Aber entscheidend ist der tiefe Einbau, so das Verdeck und Kofferraum darüber passen ist schon genial.
    Das ist im Vergleich zu Elise bzw. Exige V6 ein überragender Vorteil.
    Aber das ein Exige V6 aus einer kleine Bastelbude gegen ein GT4 ein Test besteht, ist schon beachtlich.
     

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